Strohdachhaus abgebrannt

Dedesdorf-Eidewarden (LK Cuxhaven). Zwei Bewohner aus Dedesdorf-Eidewarden im Landkreis Cuxhaven haben bei einem Brand ihr Haus verloren. Das reetgedeckte Gebäude wurde von einem Brand vollkommen zerstört. Die Mutter und der erwachsene Sohn wurden zwar nicht verletzt, waren aber schockiert durch den Verlust ihres Hauses. Nach Angaben von Feuerwehr und Polizei wurden sie von Angehörigen in Dedesdorf aufgenommen.

Die Nachbarn hatten das Feuer bemerkt, weil Rauch aus dem Reetdach quoll. Sofort warnten sie die Bewohner, holten sie aus dem brennenden Haus, alarmierten die Feuerwehr. Der Mann griff dann schnell noch selbst zum Schlauch, um das Feuer in Schach zu halten, vielleicht sogar noch zu löschen. Das berichteten die Polizei und Gemeindebrandmeister Dr. Jens Berger. Das ausgebrannte Haus steht zwischen zwei weiteren Reetdachhäusern.

Viel Wasser: Damit löschten die Feuerwehrleute den Brand im Reetdach in Eidewarden. Foto Voos

Viel Wasser: Damit löschten die Feuerwehrleute den Brand im Reetdach in Eidewarden. Foto Voos

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Gegen 11.30 Uhr trafen die Freiwilligen Feuerwehren aus Dedesdorf, Ueterlande-Overwarfe, Wiemsdorf und Büttel-Neuenlande mit 71 Kameraden ein, so dass ein massives Aufgebot an Einsatzkräften sofort ans Löschen gehen konnte. Gemeindebrandmeister Berger war auch zur Stelle. Den Feuerwehrleuten war klar, dass sie auch die Nachbarhäuser vor dem Feuer schützen mussten.

Die enge Bebauung und zum Teil weiter weg gelegene Hydranten zur Löschwasserversorgung bereiteten den eingesetzten Feuerwehrleuten um Dedesdorfs Ortsbrandmeister Klaus Hohmann und Gemeindebrandmeister Berger zunächst große Sorge. Sie brauchten viel Wasser, um das Übergreifen des Feuers auf benachbarte Gebäude zu verhindern.

„Wir haben Wasser aus zwei Hydranten und einem Brunnen geholt“, berichtete Berger. Die Feuerwehrleute hielten die Schläuche auf das brennende Reetdach und die Dächer der Nachbarhäuser. „Das macht man, damit das Feuer nicht überspringt“, sagte Berger. Allerdings sei die Gefahr des Übergreifens hier nicht ganz so groß gewesen, weil es sich um einen Schwelbrand und nicht um eine offene Glut handelte. Außerdem habe der Wind insofern günstig gestanden, als er die Schwaden Richtung Südwest auf die Weser hinausgetragen habe und nicht zu den Nachbarhäusern.

Während die Feuerwehrleute löschten, brach die Zimmerdecke des Hauses ein. „Wir konnten von innen nichts machen, nur noch von außen“, sagte Gemeindebrandmeister Berger. Das Haus ist nach dem Brand unbewohnbar. Es sei einsturzgefährdet, so ein Polizeisprecher. Die Bewohner stehen vor dem Nichts.

Der Einsatz dauerte mehrere Stunden. Auch die Funkgruppe der Gemeindewehr nahm teil. Über die Brandursache gibt es noch keine Erkenntnisse. Die Polizei nahm hierzu ihre Ermittlungen auf. Den Schaden schätzen die Beamten auf bis zu 80 000 Euro.

Jan-Christian Voos
KPW KFV Wesermünde e.V.

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